Lyme Borreliose und weitere durch Zecken übertragbare Infektionskrankheiten

 

Durch Zecken übertragene Infektionskrankheiten in Europa und Deutschland*

 

Bakterien

Viren

Parasiten

Borrelia burgdorferi sensu lato*

Coxiella burnetii*

Rickettsia helvetica

Rickettsia slovaka*

Anaplasma phagocytophilum*
(humane granulozytäre Ehrlichiose)

Francisella tularensis

FSME-Virus*

Eyach-Virus*

Tribec-Virus*

Lipovnik-Virus

Uukuniemi-Virus*

Erve-Virus*

 

Babesia divergens*

Babesia microti*

 

 

 

 

 

 

Quelle: Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Forschungsbericht 200 61 218/11, UBA-FB 000454

 

Die mit Abstand am häufigsten durch Zecken übertragene Infektionskrankheit ist in der nördlichen Hemisphäre die durch die Spirochäte Borrelia burgdorferi verursachte Lyme-Borreliose, die nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jedes Jahr zu 60.000 bis 100.000 Neuerkrankungen führt, wobei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Da es sich um eine bakterielle Krankheit handelt, ist sie vom Grunde her mit Antibiotika heilbar, vorausgesetzt sie wird rechtzeitig erkannt und ausreichend therapiert.

 

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Leitlinien und Empfehlungen zur Lyme-Borreliose (und weiteren durch Zecken übertragbaren Krankheiten)

 

Deutschland

 

In Deutschland wird eine Leitlinien-Entwicklung in der Regel im Rahmen der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften) vorgenommen, wobei es bislang keine Gesamt-Leitlinie zur Lyme-Borreliose, sondern nur Empfehlungen zu Teilaspekten dieser Krankheit gibt.

 

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Neuroborreliose, Version 2008 (AWMF-Leitlinie, Entwicklungsstufe I)

 

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

Kutane Manifestationen der Lyme Borreliose 2009 (AWMF-Leitlinie, Entwicklungsstufe I)

 

Bei einer Leitlinien mit der Entwicklungsstufe I handelt es sich um eine „von einer repräsentativ zusammengesetzten Expertengruppe einer Fachgesellschaft im informellen Konsens erarbeitete Empfehlung, die vom Vorstand der medizinischen Fachgesellschaft verabschiedet wurde“.

 

Eine davon in wesentlichen Bereichen abweichende Meinung vertritt:

 

Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG)

Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose, 2008

 

USA

 

IDSA (Infectious Diseases Society of America)

Practice guidelines for clinical assessment, treatment and prevention of Lyme disease, human granulocytic anaplasmosis, and babesiosis 2006

 

AAN (American Academy of Neurology)

Practice Parameter: Treatment of nervous system Lyme disease (an evidence-based review): Report of the Quality Standards Subcommittee of the American Academy of Neurology 2007

 

Eine davon in wesentlichen Bereichen abweichende Meinung vertritt:

 

ILADS (International Lyme And Associated Diseases Society)

Evidence-based guidelines for the management of Lyme disease 2005

 

 

Stellungnahmen, Artikel

 

Thomas Talaska und Andreas Krause Lyme-Borreliose – mehr Probleme als Lösungen? 2005

 

Walter Berghoff Stellungnahme zu Lyme-Borreliose – Aktueller Kenntnisstand Febr. 2009

(zum Artikel im Ärzteblatt R. Nau, HJ Christen, H Eiffert Lyme-Borreliose – Aktueller Kenntnisstand)

 

Bundesverband Zecken-Krankheiten Gesundheitspolitische Forderungen: Lyme-Borreliose, 2005

 

Jutta Zacharias Lyme Borreliose - Der Impfstoffskandal Dez. 2008

 

Jutta Zacharias Mediziner verschleiern die Probleme und behaupten eine Evidenz, die fehlt 2008

(Stellungnahme zum Artikel in Ars Medici Die chronische Lyme-Borreliose - eine erfundene Infektionskrankheit?)

 

Jutta Zacharias Unzureichende Datenlage zur Lyme Borreliose - Fehlende bundesweite Meldepflicht 13.3.2009

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