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die Wahl des Antibiotikums,
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die Dosierung und Dauer der Therapie
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und die notwendigen Behandlungswiederholungen bei Therapieversagern
je nach Krankheitsmanifestationen und Stadium.
Es gibt bislang in Deutschland keine
Gesamt-Leitlinie zur Lyme-Borreliose, sondern lediglich Empfehlungen zu
Teilaspekten dieser Krankheit. Während die
Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Neuroborreliose, Version 2008
(AWMF-Leitlinie, Entwicklungsstufe I)
und die
Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
Kutane Manifestationen der Lyme
Borreliose 2009 (AWMF-Leitlinie,
Entwicklungsstufe I)
14tägige bis vierwöchige Antibiotika-Therapien empfehlen, ist die
Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG)
Diagnostik und Therapie der
Lyme-Borreliose,2008
der Meinung, dass auch längere Antibiotika-Behandlungen notwendig sein können.
Siehe hierzu auch Kontroversen
Therapieversager
Während die meinungsführenden Wissenschaftler und Mediziner die Therapieversager
mit den von ihnen empfohlenen Antibiotika-Klassen und darauf basierenden
Behandlungsregime mit 10% bis 20% angeben, sind deren Kritiker der Meinung, dass
diese bei über 50% liegen würden.
Das Studienmaterial zur Behandlung der Lyme-Borreliose ist insgesamt
unzureichend und zum Teil in den Ergebnissen diskrepant. Probleme bereitet
zudem, dass es keine hoch spezifischen sowie auch sensitiven Aktivitäts- und
Therapiemarker gibt, mit denen es möglich ist, den Behandlungserfolg zuverlässig
zu kontrollieren.
Theoretisch gibt es zahlreiche mögliche Ursachen
für Spätfolgen bzw. weiterbestehende Symptome nach einer Antibiotika-Behandlung
(beispielhafte Aufzählung):
a) Unzureichende Behandlung (nicht geeignetes Antibiotikum, zu niedrige
Dosierung, zu kurze Therapiedauer), woran sich die Frage knüpft, ob die
üblicherweise empfohlenen Antibiotika-Klassen und darauf basierende
Therapieregime tatsächlich optimal geeignet sind, um eine komplette
Erregereliminierung zu erreichen;
b) Erstdiagnose in einem späten Stadium, was eine Antibiotika-Behandlung
schwieriger als im Frühstadium gestalten kann;
c) Persistenzmechanismen, die es dem Erreger ermöglichen, sich nicht nur seiner
Eliminierung durch das Immunsystem sondern auch durch (bestimmte) Antibiotika zu
entziehen;
d) Unterschiedliche Ansprechbarkeit der in Europa vorkommenden Genospezies auf
die üblicherweise eingesetzten Antibiotika;
e) Molekulares Mimikry (Autoimmunität) und/oder andere immunpathologische
Prozesse mit und ohne Erregerpersistenz;
f) durch ein längeres Infektionsgeschehen verursachte Organschädigungen, die
sich nur langsam zurückbilden oder auch irreversibel sein können (sogenannte
Defektheilungen);
g) Mischinfektionen mit weiteren durch Zecken übertragbaren Infektionserregern
(z.B. Rickettsia, Ehrlichen, Babesia, FSME), was möglicherweise die Behandlung
komplizierter gestaltet;
h) Durch eine Antibiotika-Therapie verursachte Superinfektionen (z.B. mit
Clostridium difficile, Candida albicans usw.) oder andere durch die Behandlung
verursachte Spätschäden;
i) Fehlerhafte Ausgangsdiagnose - es liegt keine Lyme-Borreliose vor.